AG Düsseldorf * 16333/98

Der Geschädigte eines Verkehrsunfalles kann von der gegnerischen Haftpflichtversicherung Zahlung seines Sachschadens in der Regel nur erwarten, wenn er diesen Schaden dem gegnerischen Haftpflichtversicherer gegenüber der Höhe nach nachweist. Diesen Nachweis kann der Geschädigte, der selbst zur Berechnung des Schadens nicht in der Lage ist, in der Regel nur durch Vorlage eines Sachverständigen-Gutachtens führen, weshalb die Kosten eines Sachverständigen-Gutachtens in der Regel unfallbedingten Schaden darstellen. (...)
Zu Recht weist die Klägerin darauf hin, dass sie als technischer Laie keinerlei Möglichkeit hatte, eine eventuelle Unwirksamkeit oder Überhöhung der Rechnung des Sachverständigen festzustellen, zumal im vorliegenden Fall der Sachverständige ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ist, dem - zu Recht - in der Bevölkerung ein erhöhtes Vertrauen entgegengebracht wird. Auch insoweit folgt das Gericht der zitierten obergerichtlichen Rechtsprechung, wonach eine Verletzung der Schadenminderungspflicht allenfalls dann in Betracht kommt, wenn der Klägerin bei der Auswahl des Sachverständigen ein Verschulden anzulasten wäre.