AG Essen * 10 C 56/99

Auch bei der fiktiven Abrechnung ist der Geschädigte berechtigt, die Preise bzw. die durchschnittlichen Preise einer markengebundenen Fachwerkstatt in Rechnung zu stellen. Der Geschädigte braucht sich nicht auf durchschnittliche Verrechnungssätze verweisen zu lassen, in denen auch die Preise sog. freier Werkstätten berücksichtigt sind. Dabei ist nach Auffassung des Gerichts auch maßgeblich, dass nur die Inanspruchnahme eines markengebundenen Reparaturbetriebes garantiert, dass die Reparaturvorschriften des Herstellers beachtet werden und Originalersatzteile des Herstellers verwandt werden.