AG Recklinghausen * 57 C 257/01

Danach kann der Kläger noch Erstattung der ihm seitens des Sachverständigen in Rechung gestellten Sachverständigenkosten verlangen. Diese Kosten gehören regelmäßig zum erstattungsfähigen Schaden. Etwas anderes gilt nur bei Bagatellschäden, bei denen aus Gründen der Schadensminderungspflicht von der Einholung eines Gutachtens abzusehen ist. Die Grenze für derartige Bagatellschäden wurde in der Vergangenheit bei etwa 1.000 DM angesetzt, in neueren Entscheidungen bei etwa 1.400,00 DM (715,81 €). Hier ist der Schaden am klägerischen Fahrzeug ausweislich des Sachverständigengutachtens mit 1.440,44 DM berechnet worden. Wenn dabei auch Verbringungskosten berücksichtigt worden sind, so gehören auch diese Kosten nach Auffassung des Gerichtes zum erstattungsfähigen Schaden. In aller Regel fallen derartige Kosten nämlich bei der Reparaturvergabe im Raum Recklinghausen an. Danach liegt hier der Schaden über einem Betrag von 1.400,00 DM. Nach Auffassung des Gerichtes war es deshalb hier für den Kläger gerechtfertigt, ein Gutachten einzuholen. Dies hat er unter anderem auch damit begründet, dass Schäden im Bereich unterhalb des Fahrzeuges möglich waren. Ausweislich des Gutachtens sind auch Arbeiten am Rückwandblech erforderlich. Dass erkennbar hier nur ein geringfügiger Schaden im Heckstoßstangenbereich vorlag, war deshalb nicht eindeutig. Das Gericht ist deshalb der Ansicht, dass die Einschaltung des Gutachters gerechtfertigt war.

Diese Seite teilen: